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Maserati und seine wechselhafte Geschichte

Posted by admin on Dez 17th, 2008 and filed under Maserati. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

3200gt_09Maserati und seine wechselhafte Geschichte

Die Firmengeschichte des italienischen Familienunternehmes reicht zurück bis ins Bologna des Jahres 1914. Maserati konzentrierte sich in den Anfangsjahren des Unternehmens auf den Bau von Rennwagen und hatte auch bereits früh Erfolge in der noch jungen Rennszene. Der größte Erfolg im Motorsportzirkus war nach vielen Erfolgen mit dem A6GCS, der Gewinn der Formel 1-Weltmeisterschaft im Jahre 1957 mit dem neuen Maserati 250F.

Kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges und dem Umzug von Bologna nach Modena begann die Officina Alfieri Maserati, so der offizielle Firmenname, mit der Planung und Herstellung von Serienwagen und konnte dabei auf die langjährige Erfahrung im Motorsport zurückgreifen. Der daraus resultierende Maserati A6 war eine der begehrtesten Sportwagen seiner Zeit und wusste mit 2 Litern Hubraum und einer Maximalgeschwindigkeit von 160 km/h auch in technischer Hinsicht zu überzeugen. Ein weiteres Highlight in der Firmengeschichte stellte der 1957 vorgestellte 3500 GT mit seinen 3,5 Liter Motor dar. Für die Produktion dieses Oberklassewagens mussten die Produktionsstätten erweitert werden und Maserati war somit endgültig am Markt angekommen.

Im Jahre 1968 wechselnden die Besitzverhältnisse im Hause Maserati: Der französische Hersteller Citroën erwarb den Mehrheit der Aktien. Auch in technischer Hinsicht änderte sich Ende der sechziger Jahre unter dem Chefkonstrukteur Giulio Alfieri Entscheidendes. Mit dem Bora stellte man beim Genfer Automobilsalon 1971 den ersten Serienwagen Maseratis mit Mittelmotor vor. Ebenfalls auffällig sind an diesem Wagen die versenkbaren Scheinwerfer, die bei hohen Geschwindigkeiten gute aerodynamische Werte garantieren sollten.

Die Ölkrise und Fehler im Management führen zu einer schweren Krise des Unternehmens. Durch rettende Maßnahmen der italienischen Regierung konnte die Insolvenz des Traditionsunternehmens abgewendet werden. Die tatsächliche Rettung erfolgte aber erst 1981 mit der Einführung des Biturbo, der in seinen verschiedensten Ausführungen gut verkauft werden konnte.

Auch in der jüngeren Vergangenheit wechselten die Besitzverhältnisse von Maserati oft. Im Jahre 1993 erwirbt das Turiner Unternehmen Fiat die Aktienmehrheit, verkauft diese aber bereits 1997 an Ferrari. Mit Giugiaro als Chefkonstrukteur und neuen, innovativen Fertigungsmethoden sollte sich Maserati in den nächsten Jahren prächtig entwickeln. Bereits 1998 erscheint der von der Fachpresse viel gelobte 3200 GT und die Produktionszahlen von Maserati entwickeln sich gut. Seit 2000 startet das Unternehmen, ganz im Sinne der ruhmreichen Vergangenheit, wieder im Motorsport. 2005 gewinnt Maserati die FIA GT-Weltmeisterschaft sowie die Konstruktions-wertung.

Im gleichen Jahr sichert sich erneut Fiat die Mehrheit am Unternehmen, was dem Erfolg aber keinen Abbruch tut. Neben weiteren Siegen in der FIA GT-WM ist für Maserati aber vor allem die Vorstellung des GranTurismo von entscheidender Bedeutung, da mit ihm der Sprung aus der Verlustzone gelingt und das Unternehmen wieder Gewinne macht.

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